Windows-Nutzer werden der Flut der Patches nicht mehr Herr
Golem.de leitet mit der Überschrift Secunia: Windows-Nutzer mit Aktualisierungen überfordert folgenden Artikel ein:
300 Sicherheitslücken im Jahr
Der Sicherheitsdienstleister Secunia hat ermittelt, dass ein durchschnittlicher Windows-Nutzer alle fünf Tage eine neue Sicherheitsaktualisierung installieren müsste. Das überfordert die Nutzer, sagt Secunia.[...]
Quelle: http://www.golem.de/1003/73661.html
Diese Zahlen ergeben sich aus der Auswertung von Secunia bei der Nutzung des kostenlosen Tools PSI. Dieses ist in der Lage die Versionen der installierten Programmen und Browser Plugin’s zu ermitteln, diese mit der derzeit aktuellen Version zu vergleichen und bei Bedarf dem Anwender ein Update der veralteten Anwendung/Plugin’s vorzuschlagen.
Thomas Kristensen, Sicherheitschef von Secunia sagte in einem Interview bei Computerworld:
“It’s completely unreasonable to expect users to master so many different patch mechanisms and spend so much time patching.”
“”Es ist völlig unsinnig zu erwarten, dass sich Anwender mit so vielen unterschiedlichen Aktualisierungsverfahren herumschlagen und so viel Zeit mit dem Aktualisieren verbringen.”
Nun, diese obige Aussage mag man interpretieren wie man möchte, aber letztendlich ist der Anwender dafür verantwortlich, das seine installierte Software auf dem aktuellen Stand der Dinge ist.
Immerhin hat der Anwender diese installiert.
Und wenn dieser sich ein wenig Gedanken bei der Auswahl der Anwendungsprogramme macht und z.B. auf dem Adobe Reader verzichtet und einen alternativen PDF Betrachter verwendet, dann dürften sich auch die Zyklen der Aktualisierungen reduzieren.
Das selbe bei den Browser-Plugins. Wer kein Java, Flash, Quicktime, etc. benötigt, der soll es nicht installieren.
Und was nicht installiert ist, das muss nicht gepatched werden.
Wenn der installierte Firefox meldet, das eine neue Version verfügbar ist (oder bei dem Start des Firefox eine Aktualisierung einer installierten Erweiterung), dann sollte man dieser konsequent nachgehen.
Es ist wie bei einer Wohnung – Je größer die Wohnfläche, um so mehr muss ich putzen.
Wenn ich damit überfordert bin, dann sollte man sich entweder eine kleiner Wohnung suchen, oder jemand mit dem Putzen beauftragen.
In diesem Zuge hat Secunia ein Update vom PSI für April angekündigt, welche rund drei Viertel aller entdeckten Sicherheitslücken automatisch durch Aktualisierungen schließt, wenn denn Patches zur Verfügung stehen.
